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Nach der Revolution
"Für
den aus neun Teilen bestehenden Prometeo profitiert Nono
von den Fortschritten der Live-Elektronik, die es ihm erlaubt, von
Chor und Orchester erzeugte Klänge buchstäblich durch den Raum zu
schicken. So legt sich in der Wahrnehmung allmählich Fragment auf
Fragment, während der Hörer eingeladen wird, sich sein eigenes
Theater im Kopf zusammenzusetzen.
Auch Massimo Cacciaris Libretto bietet ihm nur noch
Einzelteile, teils mythologisch motiviert, teils assoziativ
verschränkt. Es geht von Klanginsel zu Klanginsel (auf der zweiten
wartet wieder Hölderlin). Nirgendwo ist Halt, Filter verzerren die
Texte, oft schweigt sich die Musik fast ganz aus. Am Ende ist Nonos
revolutionärer Prometeo auch eine Absage an jedes
(musikalische) System, auch an das eigene. Nicht nur darin liegt
seine Größe."
(Mirko Weber,
DIE
ZEIT vom 3. August 2006)
Luigi Nono: "Prometeo – Tragedia dell’ascolto",
Ingo Metzmacher,
Ensemble Modern und Solistenchor Freiburg. EMI 5552092 (Aufnahme
vergriffen, aber im Internet zu beziehen)
Mehr über Luigi Nono bei
Wikipedia und in der
Fondazione
Archivo Luigi Nono. |