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Und die
Träume?
"Gegen
Ende des Jahrhunderts sitzt der große Musikagitator Archie Shepp auf
einem Stuhl direkt am Rande der Bühne und starrt ins Publikum. Er
hat sein Saxofon quer über den Schoß gelegt, die Spitzen der
schweren schwarzen Schuhe zeigen nach vorne. Von Black Revolution
hatte seine Musik in den sechziger Jahren erzählt, von Malcolm X und
der Freiheit für alle Brüder und Schwestern.
Und
plötzlich singt er jetzt mit tiefer Stimme vom Blues, streichelt mit
rauhem Ton seine Balladen, bricht nur selten in jene berstenden
Saxofonschreie aus, die seine musikalische Geburt begleiteten. Mit
unbewegter Miene sitzt er dann wieder auf seinem Stuhl, mustert
seine Zuhörer, als säßen sie hinter Gittern, als wundere er sich,
was er hier verloren habe." (Konrad Heidkamp,
DIE ZEIT 25/1999)
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